Einladung zum Internationalen Rezitationswettbewerb „Rainer Maria Rilke"
auf der Studiobühne Münster
Veranstalter ist das Centrum für Rhetorik, Kommunikation und Theaterpraxis der Universität (Germanistisches Institut der Universität Münster).
Es wird ein stattliches Preisgeld für die ersten drei Plätze ausgelobt und darüber hinaus ein gut dotierter Publikumspreis vergeben. Der Wettbewerb für 15 Teilnehmende ist einmalig in der Bundesrepublik und im deutschsprachigen Ausland.
Organisation und Durchführung: Dr. Augustin Ulrich Nebert und Xenia Multmeier, Lehrkräfte für besondere Aufgaben des Centrums für Rhetorik und Team.
Die Preisgelder:
1. Preis der Jury 1000 €, 2. Preis 500 €, 3. Preis 200 €.
Der Publikumspreis ist mit 500 € dotiert.
Ablauf der Veranstaltung
14 Uhr Studiobühne Münster, Domplatz 23, 48143 Münster:
Vorstellung der 15 Kandidat*innen vor der Jury (pünktlicher Beginn). Die Teilnehmenden tragen nach der Auslosung einer Reihenfolge die von ihnen gewählten Texte vor, darunter einen von der Jury vorgegebenen. Das Zeitlimit von 10 Minuten darf nicht überschritten werden. Bei Überschreitung erfolgt die Disqualifikation.
20 Uhr Studiobühne Münster:
Öffentlicher Rezitationsabend „Rainer Maria Rilke“ (Moderation: Dr. Andrea Kresimon, Einführung: N.N.). Weil die Zeit für den öffentlichen Teil der Rezitation begrenzt ist, trifft die Jury in Absprache mit den Teilnehmenden eine Auswahl ihrer Texte; dabei spricht jede*r Teilnehmer*in mindestens einen Text. Die nachmittags ausgeloste Reihenfolge wird umgekehrt.
Bedingungen: Die Teilnehmer*innen sollten sich auf eine Sprechzeit von mindestens 6 bis maximal 10 Minuten einstellen. Sämtliche Gedichte Rilkes stehen zur Auswahl, dabei steht es den Kandidat*innen frei, auch Auszüge oder sinnvoll gekürzte Abschnitte zu wählen. Die Texte müssen frei vorgetragen werden. Der Sprechausdruck und seine Vielfalt sollten im Dienst des jeweiligen Textes stehen.
Die von der Jury ausgewählten Preisträger*innen werden gegen Ende der Abendveranstaltung gemeinsam mit dem Publikumspreis bekannt gegeben. Jede*r Teilnehmer*in habe bitte noch eine Zugabe vorrätig, der nicht von Rilke stammen muss. Dieser soll selbstverständlich ebenfalls frei/auswendig vorgetragen werden. Es dürfen maximal 15 Bewerber*innen teilnehmen (Altersgrenze 30 Jahre; Geburtstag im Jahr des Wettbewerbs eingeschlossen). Wer dreimal am Wettbewerb teilgenommen hat, kann nur antreten, sofern noch Plätze frei sind.
Anmeldeschluss ist der 30. September 2026.
Auswahlkriterien für die Preisvergabe sind im Wesentlichen:
Ausdrucksstärke und stimmlich-sprecherische Modulationsfähigkeit der Bewerber*innen
Hörbare Berücksichtigung der Text-Vorgaben (Perspektive, Struktur, Rhythmus, Stimmung...)
Evokation einer dem Text gemäßen Imagination bei den Zuhörenden
Erkennbare Deutung und glaubwürdige eigenständige Präsentation des Textes im Sprech- und
Körperausdruck (auf für eine Rezitation angemessene Weise).
Anmeldungen per Mail über den Anmeldebogen an Xenia Multmeier. Bitte die gewählten Rilke-Gedichte in der Mail angeben.
Die Anmeldung wird erst gültig, wenn 50 € Startgeld auf das Konto der des Centrums für Rhetorik eingegangen sind. Nach Ihrer Anmeldung per Email erhalten Sie hierzu von uns eine gesonderte Rechnung mit der Bitte, den Betrag zeitnah zu überweisen.
Das Geld wird allen Teilnehmenden, die erscheinen, zurückgezahlt. Wenn die Anmeldung (bitte mit dem angehängten Formular!) vorliegt und das Startgeld eingegangen ist, steht der Teilnahme nichts mehr im Wege.
Studierenden werden die Reisekosten erstattet: Bei Nutzung der Bahn, sofern ein Supersparpreis bis zwei Wochen vor Beginn (18. Oktober) gebucht wurde, bei Nutzung eines PKW (bitte Fahrgemeinschaften bilden) werden 20 ct/Km erstattet.
Die Jury ist wie folgt zusammengesetzt (noch vorläufig):
Marcel Hinderer, Dipl. Pädagoge, Sprecherzieher (DGSS), Lehrer für Atem-Tonus-Ton, Päd. Hochschule Freiburg
Ellen Zitzmann, Lehrkraft für Sprechkunst, HMDK Stuttgart (emeritiert)
Xenia Multmeier, MA., Universität Münster, Sprecherzieherin (DGSS)
Dr. Anna Wessel, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, Sprechwissenschaftlerin
Eine Lehrkraft für Sprecherziehung, HfS Berlin (angefragt)
Ein Text wird aus Vergleichsgründen allen Teilnehmer*innen vorgeschrieben, und zwar:
Das ist die Sehnsucht: wohnen im Gewoge
und keine Heimat haben in der Zeit.
Und das sind Wünsche: leise Dialoge
täglicher Stunden mit der Ewigkeit.
Und das ist Leben. Bis aus einem Gestern
die einsamste Stunde steigt,
die, anders lächelnd als die andern Schwestern,
dem Ewigen entgegenschweigt.
Und denken Sie mit Heinrich Heine daran:
Wie der Zweck des Lebens das Leben selbst ist,
so ist auch der Zweck des Rezitierens das Rezitieren selbst.