Mit Polarisierungen umgehen

DGSS-Tagung 2024 in Münster
von Donnerstag , 19 . September, bis Samstag, 21. September 2024

    

 

Das aktuelle Programm

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Mit Polarisierungen umgehen

Call for Contributions zur Tagung des Centrums für Rhetorik an der Universität Münster vom 19.-21. September 2024

Wie wollen wir gesellschaftlich mit Polarisierungen umgehen? Im Gespräch wie in den Medien begegnen wir verhärteten Positionen zu zahlreichen Themen. Insbesondere in den sozialen Medien gelangen Meinungsäußerungen Einzelner in eine breite Öffentlichkeit, und tragen oft nicht mehr zur demokratischen Meinungsfindung bei, sondern zur Spaltung.
Die Frage, die sich daraus ergibt, lautet: Wie können wir als Gesellschaft diskurs- und handlungsfähig bleiben? Wie kommen wir dazu, uns gegenseitig zu verstehen, produktiv mitein-der zu streiten, unsere Position zu klären oder sogar ein Problem gemeinsam zu lösen? Wie geht man mit Polarisierungen demokratisch um? Antworten soll die Fachtagung des Centrums für Rhetorik, Kommunikation und Theaterpraxis an der Universität Münster im Zusammenwirken mit der Deutschen Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung (DGSS) ge-ben. Die Tagung bietet ein Forum für kommunikative Aspekte demokratischer Prozesse, Demokratiegestaltung und Demokratielehre in Medien, Politik und Bildung.
Bereits existierende Lösungsansätze von der Mediation über die Bürgerbeteiligung bis hin zu Demokratieprojekten, die konstruktive Debatten strittiger Themen organisieren, sollen als Konzepte vorgestellt, befragt und praktisch erprobt werden. Auch Medienformate aus dem Bereich Print, Funk und Fernsehen, die kontroverse Themen debattieren, dürfen präsentiert, ihre Funktionsweise und Wirkung diskutiert werden.
Sie erforschen Polarisierungen und möchten Ihre Forschungsergebnisse vorstellen? Sie helfen anderen, demokratische Meinungsfindung zu organisieren? Sie bringen Menschen zusammen, um Streit zu überwinden? Sie verfügen über Erfahrungen mit Bürger- oder Demokra-tieprojekten? Sie verantworten ein Medienformat, in dem strittige Themen publizistisch behandelt werden? Sie schulen oder beraten Menschen, die sich öffentlich mit polarisierenden Themen befassen?
Dann freuen wir uns auf Ihr Angebot zu einem Beitrag, in dem Formen des Dialogs und der Verständigung
➢ kennengelernt und hinterfragt,
➢ erprobt und gestaltet,
➢ entwickelt und diskutiert werden!
Das kann in Form eines Workshops, einer Projektvorstellung, der Vorstellung eines Medienformates oder durch einen Vortrag geschehen – oder auch ein von Ihnen vorgeschlagenes Format des Umgangs mit dem Thema Polarisierung sein.
Zunächst sind vorgesehen (bitte angeben, welches Format gewünscht wird):
➢ Workshop: Impuls mit Praxis- oder Methodenanteil (90 min, 180 min oder nach Absprache länger)
➢ Poster: Kurzpräsentation von Projekten auf DIN A0-Postern
➢ Präsentation eines Medienformates (bitte Geben Sie an, welche Technik benötigt wird).
➢ Vortrag mit anschließender Diskussion (30 Min. + 15 Min.)
Tagungsbeiträge sind auf Deutsch oder Englisch willkommen.
Einreichungen: Abstracts (max. 300 Wörter ohne Literaturverzeichnis; dt. oder engl.; anonymisiert als PDF) bis spätestens 01.04.2024 unter indico.de. Bitte beachten Sie die Hinweise zur Einreichung und reichen Sie Ihr Abstract anonymisiert (ohne Nennung des Namens) als PDF ein.
Tagungsort: Studiobühne der Universität und Philosophikum, Domplatz 23, Münster
Veranstalter: Centrum für Rhetorik, Kommunikation und Theaterpraxis des Germanistischen Instituts in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprech-erziehung.
Wichtige Daten: Einreichungen von Beiträgen bitte bis 02.05.2024 Mitteilung über Annahme 15.07.2024
Einreichung unter https://indico.uni-muenster.de/event/2462/abstracts/
Fragen an: rhetorikuni-muensterde
Anmeldung:  https ://indico.uni-muenster.de/event/2462/registrations/2422/

 

DGSS-Tagung 2023 
„Klären | Streiten | Argumentieren – Aktuelle Perspektiven der Argumentationsforschung“  
an der Philipps-Universität Marburg
von Donnerstag, 05. Oktober, bis Samstag, 07. Oktober 2023

Zum hundertsten Geburtstag lässt es Marburg krachen - Ein Tagungsbericht

So ein Saal voller Sprewis kann bisweilen einschüchternd wirken. Zumindest betonten die Grußwortredner:innen ihre außergewöhnliche Aufgeregtheit vor so einem speziellen Publikum. Doch wird es sicher nicht nur der analytische Blick der Anwesenden sein, der für Nervosität sorgt, sondern auch der Fakt, dass die Marburger Sprechwissenschaft ihren 100. Geburtstag feiert und somit nicht nur eine beeindruckende Tagung, sondern gleichzeitig eine mehrtägige Geburtstagsparty mit vielen Highlights und Überraschungen veranstaltet. Eine davon ist bereits in den Grußworten enthalten, denn plötzlich verwandelt sich die Rede in ein Duett zwischen Kati Hannken-Illjes und Mathias Scharinger. Damit ist klar: Die Marburger Sprewis verstehen es zu feiern und Tagungen unterhaltsam zu gestalten.

Das Tagungsprogramm lässt sich nicht lumpen. Viele große Namen aus dem Fach und verwandten Disziplinen lassen sich hier finden. Schon die Keynotes sind groß besetzt: Prof. Dr. Manfred Kienpointer, Prof. Dr. Constanze Spieß, Prof. Dr. Lisa S. Villadsen und Prof. Dr. Dietmar Till sprechen über Topoi der Freiheit, über erzählendes Argumentieren, über die diskursive Gestaltung von Staatsbürgerschaft und über die Rhetorik der Kartografie. Keine Frage: Das Tagungsthema lautet klären | streiten | argumentieren und widmet sich den aktuellen Perspektiven der Argumentationsforschung. Die Vorträge zeigen eine Bandbreite an Themen – vom Argumentieren im schulischen Kontext über das Argumentieren im Zusammenhang mit schwersten Menschheitsverbrechen bis hin zur Argumentation der Cancel Culture. Ähnlich vielfältig waren auch die Posterpräsentationen und Workshops. Von digitaler Rhetorik über klassische Argumentationsmodelle wie das Toulmin-Schema bis hin zum Überzeugen mit ChatGPT war für jeden was dabei.

Zwei Podiumsdiskussionen sorgten für den Blick in die Berufspraxis von Sprechwissenschaftler:innen und Sprecherzieher:innen. Zum einen ging es um die Veränderung rhetorischer Didaktik und zum anderen um die Frage, ob eine Promotion die eigene Selbstständigkeit befeuern kann.

Zwischendurch gab es die Möglichkeit, vom stets frisch aufgefüllten Buffet mit Snacks, Obst und Kuchen zu naschen oder den Gesprächsgarten zu erkunden. Dieser befand sich im alten Botanischen Garten direkt vor der Tür des Tagungsortes. Der Gesprächsgarten ist ein Projekt der AG Sprechwissenschaft und besteht aus verschiedenen Stationen, an denen Spazierende über QR-Codes Tonaufnahmen von Stimmen und Interviews zu unterschiedlichsten Themen wie Argumentieren, Debattieren oder Erzählen lauschen können und darüber natürlich auch selbst ins Gespräch kommen sollen.

Diese Tagung war reich an hochklassigen Vorträgen. Das beeindruckende Programm und die fantastische Organisation hat nicht nur die Messlatte höher gelegt, sondern die Sprechwissenschaft nun fester in der Fachwelt verortet. Allein das ist ein Grund zum Feiern! Doch Marburg setzt mit seinem Jubiläum noch einen drauf. Denn natürlich wurde in diversen Formaten auch dem 100. Geburtstag gedacht. Christa Heilmann hat auf unnachahmlich unterhaltsame Art die Geschichte der Sprechwissenschaft in Marburg erzählt und über originale Tonaufnahmen große Namen der Fachgeschichte wie Christian Winkler noch einmal lebendig werden lassen. Und wer hätte gedacht, dass die erste Promovendin unsere ehemalige Vorsitzende der DGSS Katrin von Laguna gewesen ist? Das hat selbst sie überrascht.

Gemeinsam gefeiert wurde bei köstlichem Essen und viel Wein dann am Gesellschaftsabend. Hier hat erneut Christa Heilmann für ein Highlight gesorgt. Sie sprang kurzer Hand für Klaus Pawlowski ein – natürlich mit Hut – und las seine neuesten Texte. Nun dürfte auch der letzte fachverwandte Gast in den Bann der Sprechwissenschaft gezogen und von der Vielfalt dieses Fachs beeindruckt gewesen sein.

Auch die DGSS hat sich auf der Tagung getummelt, nicht nur in Form unserer Mitglieder. Traditionell wird auf der DGSS-Tagung u.a. der Preis für die beste Abschlussarbeit verliehen. Dieses Jahr ging er an Beatrix Kozjak-Storjohann. Ihre Arbeit handelt von der Krisenkommunikation bei perinatalem Verlust eines Kindes. Ein sprechwissenschaftsbasierter Leitfaden für die klinische Praxis.

In den Kommissionen wie auch im Beirat und auf der Mitgliederversammlung selbst wurde sich über den Stand der Dinge ausgetauscht und von der bisherigen Arbeit berichtet. Außerdem fanden Wahlen statt. Berufs- und Wissenschaftskommission haben sich mit neuen Mitgliedern aufgefrischt und auch der Vorstand hat gewechselt. Die DGSS steht jetzt unter der Leitung von Augustin Ulrich Nebert (1. Vorsitz) und Debora Diehl (2. Vorsitz). Weitere Vorstandsmitglieder sind Alexandra Franke-Nanic (Schriftführung), Björn Meißner (Schatzmeister) sowie Judith Kreuz und Julia Busch als Beisitzende.

Diese Tagung wird uns noch lange in bester Erinnerung bleiben, und wir freuen uns auf alle weiteren, die noch kommen werden. Die nächste findet 2024 in Münster statt. Doch nun bleibt uns nur noch Dank zu sagen an das Orga-Team der Marburger DGSS-Tagung 2023 – an Cordula Schwarze, Kati Hannken-Illjes, Christa Heilmann, Eva Maria Gauß, Elisabeth Kleschatzky und das studentische Team rund um Katharina Rink. Vielen Dank für die schönen Tage bei euch und für euer Engagement für die Sprechwissenschaft! Auf die nächsten 100 Jahre! Mindestens!

Sarah Heinemann & Katrin von Laguna

Tagungsbericht 2022

Das war unsere DGSS-Jahrestagung 2022: „Stimme und Geschlecht im Wandel – Implikationen für Theorie und Praxis in der Sprechwissenschaft“

Vom 23. bis 25. September 2022 fand die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung e.V. (DGSS) statt, die in diesem Jahr von der Abteilung für Sprechwissenschaft der Universität Jena in den Gebäuden der Friedrich-Schiller-Universität ausgetragen wurde. Wir blicken zurück auf ein vielseitiges, sprechwissenschaftliches Programm, das sich dem Korrelat der Themen Stimme & Geschlecht von unterschiedlichsten Seiten genähert hat.

Die DGSS-Jahrestagung ist ein wichtiger Treffpunkt für Sprechwissenschaftler/-innen und Sprecherzieher/-innen aus ganz Deutschland, die sich mit verschiedenen Themen und in verschiedenen Arbeitskontexten mit der mündlichen Kommunikation beschäftigten. Die Jahrestagung bietet vor allem auch den Mitgliedern der DGSS eine ideale Möglichkeit, mindestens einmal im Jahr in einen intensiveren Fachaustausch miteinander zu kommen. Neben Vorträgen, Workshops und Posterpräsentationen gab es in Jena genügend Zeit, um auch persönlich mit Kolleg/-innen in Dialog zu treten. Fehlen durften selbstverständlich auch die DGSS-Gremiensitzungen nicht. Dank hervorragender Organisation der Mitarbeitenden der Abteilung für Sprechwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität konnten Tagungsbesucher/-innen nebst zahlreichen Fachbeiträgen auch viele gemeinsame Kaffeepausen sowie einen Gesellschafts- und Programmabend miteinander genießen.

Die Konferenz begann mit einer offiziellen Begrüßung durch die Jenaer Gastgeber/-innen, vertreten durch Prof. Dr. Melanie Weirich und Prof. Dr. Adrian Simpson, gefolgt von einem Grußwort der DGSS Vorsitzenden Dr. Katrin von Laguna. Daran schloss sich der Keynote-Vortrag von Dr. Stefanie Jannedy an, die unter dem Titel „Der Einfluss sprachexterner Faktoren auf die gesprochene Sprache – Wer spricht wie mit wem und warum?“ einige Einblicke in aktuelle Forschung zu soziophonetischen Phänomenen gab. Im Laufe der dreitägigen Tagung wurden mehrere Vorträge zu verschiedenen Aspekten im Bereich der Sprechwissenschaft und Sprecherziehung präsentiert, darunter Themen wie Stimme, Rhetorik, Sprechbildung und -training, Phonetik und vieles mehr, immer jeweils mit besonderem Augenmerk auf die Leitfrage der Tagung: dem Wandel von Stimme und Geschlecht. Die Vorträge wurden von Expert/-innen verschiedener Institutionen und Universitäten präsentiert.

Die Konferenz bot gleichermaßen eine Plattform für Diskussionen und interaktiven Workshops, in denen die Teilnehmende ihre Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich der Sprechwissenschaft und Sprecherziehung vertiefen konnten. Zudem war auch eine Poster-Präsentation Teil des Programms, auf der der die Teilnehmende ihre Forschungsergebnisse anderen Teilnehmenden präsentieren und miteinander diskutieren konnten.

Insgesamt war die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung e.V (DGSS) ein großer Erfolg, der der hervorragenden Planung und Durchführung der Abteilung der Sprechwissenschaft der Friedrich-Schiller-Universität Jena zu verdanken ist. Die Teilnehmenden hatten Gelegenheit, sich über die neuesten Entwicklungen und Forschungsergebnisse im Bereich der Sprechwissenschaft und Sprecherziehung auszutauschen und viele neue Kontakte zu knüpfen. Besonders gelobt wurde die Vielfalt der präsentierten Themen und die Qualität der Vorträge, Workshops und Diskussionen. Wir freuen uns schon auf die nächste DGSS-Jahrestagung, die vom 5. Bis 7. Oktober 2023 in Marburg zum Thema „Klären | Streiten | Argumentieren – Aktuelle Perspektiven der Argumentationsforschung“ stattfinden wird (Weitere Informationen unter https://www.uni-marburg.de/de/fb09/igs/arbeitsgruppen/sprechwissenschaft/tagung-argumentationsforschung-2023

2021 Tagungsbericht

Unsere zweite Online-Tagung „Sprecherziehung in der Lehrer:innenbildung und in der Hochschullandschaft“ vom 30. September bis 2. Oktober 2021 war ein voller Erfolg.

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2021

DGSS Tagung 2021 in Heidelberg – 30.09. – 02.10.2021

Sprecherziehung in der Lehrer*innenbildung und in der Hochschullandschaft

(aktualisiert am 21. Juni 2021)

Jetzt anmelden: https://www.ph-heidelberg.de/dgss-tagung

Gerne würde man im Herbst wieder eine nette Stadt besuchen, aber zu Zeiten der Pandemie ist das kritisch. Daher findet im virtuellen Raum die kommende Tagung in einer der berühmtesten deutschen Städte statt mit Sitz der ältesten Universität der Republik: Gestreamt und gezoomt wird in HD-Qualität aus HD.

Kleinere Überraschungen außerhalb des wissenschaftlichen Tagungsprogramm sind eingeplant. Für gesellige informelle Zusammenkünfte wird online gesorgt.

Mit Vorträgen und Workshops sollen unsere Kompetenzen auch und besonders in der Lehre erweitert werden. Neu für viele von uns und zu Recht befremdlich ist die online-Lehre, wo doch die Sprecherziehung das Wahrhaftige, Leibliche, Physische braucht, um gemeinsam üben, experimentieren und einander stofflich erleben zu können. Jetzt mussten/müssen wir neue Wege einschlagen und wollen einige dieser neuen Routen auf unserer Tagung vorstellen. Den Impuls dafür hat Aachen im vergangenen Jahr gegeben.
Es sind bereits viele interessante Angebote in unterschiedlichen Formaten eingegangen. Das Tagungsteam ist hoch erfreut über das breite Spektrum der Beiträge und kann es kaum erwarten, alle begrüßen zu dürfen.

Es gab im Jahre 2005 bereits eine Tagung in Heidelberg unter dem Titel „hören – lesen – sprechen“
Außerdem beging man in jenem Jahr den 75-sten Jahrestag „DafSuS/DGSS“.
Marita Pabst-Weinschenk, damalige Vorsitzende der DGSS, feierte ihren 50. Geburtstag, Hellmut Geißner weilte noch unter uns und und und.

Seitdem hat sich viel verändert in der DGSS-Landschaft. Vertrautes ist aber geblieben. So finden wieder Wahlen nebst Mitgliederversammlung statt. Man trifft auf Altbekanntes und stöbert Neues auf. Außerdem lädt die Berufskommission zum Berufspolitischen Podium für Berufseinsteigerinnen und Interessierte ein.

Bitte verfolgen Sie / verfolgt die Updates auf der DGSS-Mailingliste und auf den entsprechenden Seiten.

www.ph-heidelberg.de/dgss-tagung

https://www.dgss.de/aktuelles/tagungen/

Für Fragen ist das Tagungsteam immer da unter

brunnerph-heidelbergde oder heinemannph-heidelbergde

Bis dann auf der Tagung!

Mit herzlichen Grüßen aus Heidelberg

Heike Heinemann und Andrea Brunner

2021

DGSS Tagung 2021 in Heidelberg – 30.09. – 02.10.2021

Sprecherziehung in der Lehrer*innenbildung und in der Hochschullandschaft

(aktualisiert am 19. Februar 2021)

Alter Wein in neuen Schläuchen?
Was macht die Sprechwisssenschaft/Sprecherziehung im digitalen Zeitalter?
Was haben wir in den vergangenen Monaten gelernt?
Was können wir Lehrer*innen und Hochschuldozent*innen bieten?

Unsere letzte Tagung in Aachen hat gezeigt, dass auch die Sprechwissenschaft und Sprecherziehung moderne Ansätze verwirklichen kann – nämlich auch einen digitalen Weg einschlagen kann.

Nun zwingt uns die Pandemie zum technischen Umdenken und Handeln. Bis zur Tagung werden wir bereits eineinhalb Jahre völlig anders und manchmal "gegen den Strich gebürstet" gearbeitet haben. Deshalb werden wir in Heidelberg unsere Tagung digital ausrichten. Hierbei soll versucht werden Synergieeffekte aufzustöbern und klassische Formate auch auf digitale zu übertragen und umgekehrt. Und natürlich ganz viele neue Möglichkeiten entdecken...

Der Fokus der Tagung liegt auf Lehrer*innen in Studium und Beruf.
Außerdem bekommen hochschuldidaktische Aspekte aus aktuellem Anlass noch mehr Gewicht.

  • Wie funktioniert wirksame Lehre auch online?
  • Welche hybriden Formate können entstehen?
  • Welche methodisch-didaktischen Erkenntnisse können aus der Digitalisierung gezogen werden nach der Pandemie für das Präsenzformat?

Für Sprechwissenschaftler*innen und –erzieher*innen ist dies ein breites Feld, was beackert werden kann.
So können alle Grundpfeiler unserer kleinen und bedeutenden Wissenschaft überprüft und neu diskutiert werden.

Ein Call for Contributions und weitere Anmeldeinformationen folgen in Kürze.

Euer/Ihr Heidelberger Tagungsteam
Heike Heinemann und Andrea Brunner

Andrea Brunner M. A.
Sprecherzieherin (DGSS/univ.)
Pädagogische Hochschule Heidelberg
Dienstgebäude: INF 561
69120 Heidelberg

mailto:brunnerph-heidelbergde
06221-477-312 (dienstlich)

2020

Mündlichkeit 4.0: Sprechen in einer digitalen Welt

Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft
für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung e.V.
am 25. September 2020 an der RWTH Aachen University

Die Digitalisierung ist im Alltag angekommen. Digitale Kommunikationsformen werden im privaten und beruflichen Kontext stark genutzt, neue Formate etablieren sich. Was sich zeigt, ist ein Mash-Up aus digitaler und analoger Kommunikation; Sprechen als rein mündliches Phänomen wird durch einen digitalen Vor- und Nachlauf ergänzt sowie durch den Blick ins Digitale erweitert („ich googele das mal eben“). Daneben bieten sich neue Möglichkeiten für alle Gebiete der Sprechwissenschaft – von einer digitalen Unterstützung in rhetorischen Lehr-Lern-Kontexten über die Verfügbarkeit und Aufbereitung von Sprachdaten in der Phonetik bis hin zu innovativen Formaten der Sprechkunst oder therapeutischen VR-Szenarien. Wir fragen uns, wie sich die Form miteinander zu sprechen, wie sich die Inhalte, die wir kommunizieren, durch die Einbindung des Digitalen verändern. Was heißt eigentlich „Sprechen in der digitalen Welt“? Welche Unterschiede gibt es zum Sprechen in der „analogen Welt“? Wie gelingt es, etwas „zur gemeinsamen Sache“ zu machen, wenn Gemeinsamkeit sich nicht mehr auf das Teilen raumzeitlicher Synchronität bezieht? Wenn ich nicht mehr weiß, mit wem ich alles kommuniziere, ggf. sogar mit künstlichen Intelligenzen?

Unsere Tagung adressiert diese und weitere Fragestellungen. Ziel ist eine Reflexion über Auswirkungen der digitalen Durchdringung im beruflichen und privaten Kontext auf die Arbeitsgebiete von Sprechwissenschaft und Sprecherziehung. Wir wünschen uns Beiträge, die aus einer forschungsgeleiteten Praxis Hinweise auf den Einfluss der digitalen Transformation auf kommunikative Prozesse und Methoden ableiten und funktionalisieren können.

Hier geht es direkt zur Hompage der Tagung: www.dgss2020.de

 

Nachdem wir entschieden haben, die DGSS-Tagung 2020 als Online-Format anzubieten, haben sich bereits 30 Personen angemeldet. Gemeinsam mit ihnen und allen, die sich noch anmelden werden, freuen wir uns auf 14 Beiträge, die ab dem 18. September auf einem eigenem YouTube-Kanal zu finden sein werden. Die meisten der Vortragenden stehen zudem am 25. September für eine Live-Diskussion zur Verfügung, die alle Teilnehmenden online verfolgen können. Alle wichtigen Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie auf der Tagungs-Website: www.dgss2020.de/programm/. Bitte melden Sie sich bald an, damit wir mit den finalen Planungen starten können.

Herzliche Grüße vom Aachener Sprewi-Team

 

Gremiensitzungen:

    Die Wissenschaftskommission tagt am Donnerstag, 24. September, von 18 bis 20 Uhr.

    Die Berufskommission tagt am Montag, den 21. September, und Donnerstag, den 24. September, jeweils von 18 bis 19.30 Uhr.

    Der Beirat tagt am Samstag, den 26. September, von 17 bis 19 Uhr.

 

Raum für Kinder auf Regensburger Tagung: Eltern ermöglichen sich Tagungsteilnahme durch gegenseitige Kinderbetreuung

Aus versicherungstechnischen Gründen und den daraus resultierenden Kosten ist es an der Universität Regensburg leider nicht möglich, eine externe Kinderbetreuung für den Tagungszeitraum bereitzustellen. Um Eltern den Zugang zur Tagung trotzdem zu ermöglichen, richtet das Organisationsteam in einem gesonderten Raum eine kleine Spielecke für mitgebrachte Kinder ein. So können sich Elternteile untereinander absprechen, sich abwechselnd um den Nachwuchs kümmern und wer frei ist, an der Tagung teilnehmen. Wer Interesse an der Nutzung der Spielecke hat und sich vorstellen kann, auch mal 90 Minuten auf Sprösslinge anderer DGSSler/innen aufzupassen, kann sich gerne an Alexandra Franke-Nanic (alexandra.frankeurde‎) wenden. Sie wird die Kontakte der interessierten Elternpaare sammeln und die Vernetzung koordinieren.

2019

Zurück zu den Wurzeln?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

im Jahr 2019 feiert das Lehrgebiet Mündliche Kommunikation und Sprecherziehung der Universität Regensburg seinen 50. Geburtstag. Dieses besondere Ereignis wollen wir gemeinsam in einer Tagung vom 27.9.-29.9.2019 in Kooperation mit der DGSS und der BVS Bayern feiern.

Die Thematik der Tagung "Zurück zu den Wurzeln?

Die Bedeutung sprecherischer Elementarprozesse in der modernen Sprechwissenschaft und Sprecherziehung" soll nicht bloß historische Aspekte aufgreifen, sondern die leibhaften Voraussetzungen des Sprechens in den verschiedenen Bereichen der angewandten Sprechwissenschaft thematisieren, sondern die leibhaften Voraussetzungen des Sprechens in den verschiedenen Bereichen der angewandten Sprechwissenschaft thematisieren.

Für die Regensburger Tagung sind Vorträge und Workshops geplant. Aber auch das (sprech)künstlerisches Erleben soll nicht zu kurz kommen. Den Aufruf "Call for Contributions" finden Sie unten. 

Wir freuen uns über zahlreiche Beitragsangebote, die dieser Tagung zu einem Erfolg verhelfen wollen. Weitere Informationen, die den Tagungsablauf, die Anreise und die Unterkunftsituation beinhalten, werden baldmöglichst folgen.

Der Tagungsbeitrag wird wie folgt gestaffelt sein:

DGSS- Mitglieder: Berufstätige: 80 € incl. Gesellschaftsabend (ohne Getränke), 
                                                      60 € ohne Gesellschaftsabend (ohne Getränke)
Nichtmitglieder:                        100 € Tagung gesamt
Tagesbetrag:                                40 €
Studierende:                                   0 €

Weitere Hinweise:

  • Die Tagung wird am Freitag, den 27.9. um 10:30 Uhr im H 24 (Vielberthgebäude) eröffnet. Das Ende ist für Sonntag, 29.9. gegen 13 Uhr vorgesehen.
  • Eine offizielle Betreuung von Kindern kann während der Tagung leider nicht ermöglicht werden.
  • Regensburg ist ein beliebtes touristisches Ziel. Insofern empfiehlt es sich, rechtzeitig eine Unterkunftsmöglichkeit zu reservieren. Für unsere Tagung konnten in verschiedenen Hotels rabattierte Kontingente ausgehandelt werden. Die entsprechende Hotelliste ist über die Tagungsseite abrufbar. Bitte zu beachten, dass dieses Kontingent zeitlich befristet ist.
  • Tagungsseite: https://www.uni-regensburg.de/zentrum-sprache-kommunikation/mkuse/regensburger-tagung-2019/index.html

Wir freuen uns, viele Teilnehmer im September bei uns begrüßen zu dürfen!

Herzliche Grüße
Wieland Kranich

PD Dr. phil habil Wieland Kranich

2018

Kooperative Rhetorik

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das Programm für unsere Tagung Ende September steht. Hiermit darf ich Sie und Ihre Studierenden noch einmal herzlich einladen zu unserer öffentlichen Fachtagung im Haus der Universität. Sie finden die Informationen auch unter: https://kooperativerhetorik.wordpress.com

Ich bitte ich um vorherige Anmeldung unter pabstphil.hhude und um Überweisung der Pauschale von 30,- Euro bzw. 15,- Euro für Studierende auf das Konto der Dt. Ges. f. Sprechwissenschaft bei der Sparkasse am Niederrhein,    
BIC: WELADED1MOR,   
IBAN: DE77 35450000 1102001425

Early bird: Bei Anmeldung bis zum 15. Juli reduziert sich die Kaffeepauschale jeweils um 5,- Euro. Also melden Sie sich schnell an.

Ich würde mich freuen, Sie im Haus der Universität zu unserer Tagung begrüßen zu dürfen.

Bis dahin
mit freundlichen Grüßen
Marita Pabst-Weinschenk