Die Buchhandlungen sind voll davon, Internetrecherchen zeigen unzählige Eintragungen, fast täglich kommen neue Buchtitel zum Thema Körpersprache hinzu – was könnte eine Autorin dazu bewegen, diese Publikationsflut noch zu vergrößern?
Zwei Gründe sollen als Rechtfertigung dienen, weiteres über Körpersprache zu schreiben: Zum einen scheint mir trotz der Tatsache, dass in jedem Gespräch, in dem das Thema gestreift wird, viele "Gewissheiten" benannt werden und die Gesprächsbeteiligten genau zu wissen meinen, was diese und jene Körperposition für eine Bedeutung hat und alle schon irgendwelche Erfahrungen gemacht und Workshops besucht haben, kein wirklich tragfähiges Wissen vorhanden zu sein. Zum anderen hat mich der Aufsatz von Anke Stockhausen in der Juli-Ausgabe von "DGSS @ktuell" ermutigt, meine Bedenken bezüglich des lange eingeführten, populären und tausendfach genutzten Begriffes Körpersprache erneut zu formulieren. Anke Stockhausen schrieb in ihrem Aufsatz, dass der Terminus "Schlagfertigkeit" eigentlich nicht das benenne, was sie in Seminaren zum Thema machen möchte, sondern es ginge ihr um "gekonntes Kontern", aber die Zielgruppen ließen sich mit "gekonntes Kontern" im Ankündigungstext nicht erreichen, weshalb der Umweg über den erwarteten populären Titel zum intendierten Ziel gegangen werden müsse.
So will ich also den erneuten Versuch wagen, zu entwickeln, warum der schöne, griffige, populäre und eingeführte Begriff Körpersprache nur zum geringsten Teil das abdeckt, was vermeintlich zum Begriffsfeld gehört.
1. Körpersprache versus Körperausdruck
Berühmt und bekannt und viel zitiert ist die Aussage von Watzlawick "Man kann nicht nicht kommunizieren" (Watzlawick 1974, 51), ihr geht voraus, dass Watzlawick entwickelt, dass man sich nicht nicht verhalten könne und alles Verhalten auch kommunikativ sei. Hier müsste sich die Erörterung anschließen, in welcher Weise das Merkmal der Intentionalität unabdingbar als Ausschlusskriterium zur Kommunikation gehört. D. h., ist Verhalten das absichtslos Gewordene und Kommunikation das Intendierte, das Intentionale? Geißner weist in seiner "Kommunikationspädagogik" (2000, 81f.) auch dem Verhalten Intentionalität zu, indem er zwischen intentionalem Verhalten (im sozialen Lernen habitualisiert) und intentionalem Handeln ((Gerichtetheit, die personal zu verantworten ist) unterscheidet. Die diskursive Klärung dieser Abgrenzung bedarf einer differenzierten Erörterung, die zunächst zurückgestellt werden kann, sofern der Fokus gewechselt wird: Ich beziehe mich auf die Formulierung von Kalverkämper (1995, 143), der schreibt: "Es ist unmöglich, nicht mit dem Körper kommunikativ zu wirken." So kann die Frage der Intentionalität "der Quelle" offen bleiben, der Blickwinkel wird gedreht, es wird vom Gegenüber aus gedacht und damit die Erkenntnis, dass Wirkung immer eine Beurteilung der Adressaten ist, berücksichtigt. Ausdruckswert erhalten körperliche Bewegungen durch die Betrachter und auch nur dann, wenn Veränderung stattgefunden hat.
Hier schließt sich die Frage an, inwieweit der Ausdruckswert, die Erkenntnisse, die Betrachtende aus dem Wahrgenommenen ziehen, verallgemeinerbar sind. Es bieten sich unterschiedliche Relationen an:
- Die körperliche Bewegung kann Sprache ersetzen und wird von allen Mitgliedern einer Sprachgemeinschaft in der gleichen Weise verstanden (konventionalisiert).
- Die körperliche Bewegung wird von bestimmten sozialen Gruppierungen in der gleichen Weise verstanden, von anderen nicht (als Soziolekt in der Gruppe konventionalisiert).
- Der körperlichen Bewegung wird auf Grund lebensweltlicher Erfahrung
kontextual/situational gebunden eine Bedeutung zugewiesen (Wahrscheinlichkeitscharakter).
- Die körperliche Bewegung ist individualisiert sprechbegleitend.
Körper-Sprache im eigentlichen Wortsinne liegt nur vor, wenn die Bewegung auf etwas verweist und im Sinne des semiotischen Dreiecks ein feststehender Zusammenhang zwischen der Bewegung (Zeichenträger), dem Referenzobjekt und der Bedeutung besteht (vgl. Heilmann 2008). Der Zusammenhang muss auch eigentlich arbiträren Charakter besitzen, aber auch ikonische (abbildende) Zeichen gelten mittlerweile als "erlaubt" (z.B. das Telefon-Zeichen mit der Hand am Ohr).
Streng genommen dürften also nur konventionalisierte körperliche Bewegungen innerhalb eines kommunikativen Prozesses, die Sprache ersetzen können, als Körper-Sprache bezeichnet werden. Bei allen anderen Bewegungen handelt es sich um Körperausdruck, dem auf Grund lebensweltlicher Erfahrungen situativ und kontextual Bedeutungen zugewiesen, sie also kommunikativ aufgeladen werden.
Diese Trennung, die auf die drei semiotischen Ebenen von Peirce (dtsch. 1986-1993) zurückführbar sind (Potentialität, Konkretheit, Konventionalisierung) ist deshalb so nachdrücklich zu fordern, weil sie die vielen 1:1-Relationen von Körperbewegung und Bedeutung ad absurdum führt: Wenn ich mein rechtes Bein über das linke lege, kann es in Verbindung mit einer halben Körperdrehung und dem Ausweichen aus der Mittelachse als Komplexsignal sehr wohl bedeuten, dass ich Kontakt zur Person an meiner rechten Seite zu vermeiden versuche (wie es in vielen populärwissenschaftlichen Büchern interpretiert wird), es kann aber auch ein Ausdruck von Gewohnheit, von Beweglichkeitseinschränkung meines linken Beines, von Schmerzen in meiner rechten Hüfte, von besserem Hören auf einem Ohr etc. etc. sein. Gleichzeitig wird deutlich, dass situationale Erklärungen, die nur auf der Wahrnehmung eines Einzelparameters beruhen, selten "ins Schwarze" treffen (können). Eindruck entsteht immer durch ein Ausdrucksrepertoire, wie Wallbott (1988) es bezeichnet, durch das Zusammenwirken mehrerer Parameter unterschiedlicher Kategorien.
Dieses Wissen müsste zu behutsameren Interpretationen mit Wahrscheinlichkeitscharakter ("Aus meinen bisherigen Erfahrungen verstehe ich diese Körperposition als ..., weil ...") und unter Berücksichtigung von Feedbackregeln zu Ich-Botschaften anstelle von Du-Botschaften führen.
2. Funktionen von Körperausdruck und Körpersprache im kommunikativen Prozess
2.1. Soziale Funktion
Kommunikative Prozesse sind immer Klärungsprozesse, Aushandlungsprozesse, Informationsprozesse oder auch Streitprozesse. In jedem Falle befassen sich mehrere Personen über sprachliche Zeichen mit einem Gegenstand (Thema). Dabei sind die Gesprächssituationen von Symmetrie oder Asymmetrie gekennzeichnet, die auch über den Körperausdruck konstituiert bzw. manifestiert werden. Das Aushandeln von Nähe und Distanz im Gespräch geschieht vielfach über den Körperausdruck: Wer geht auf die anderen zu, wer bleibt abwartend stehen, wer berührt wen an welcher Stelle. Der Schwerpunkt liegt dabei in der Tat auf dem "Aushandeln". Kommunikation vollzieht sich bekanntermaßen nicht, indem eine Person etwas sagt und eine andere anschließend reagiert, sondern im Miteinander entsteht performativ Sinn, bildlich gesprochen in der Mitte des kommunikativen Raums zwischen den Beteiligten in der Performanz, d.h. der wechselseitigen, aufeinander bezogenen Bewegung. Das ist auch konkret räumlich zu verstehen. Wenn wir uns zwischen den Aktanten eine Mittellinie vorstellen, die den Raum symmetrisch teilt, so wird an dieser gedachten "Bezugslinie" optisch erkennbar, wer um Nähe und Annäherung bemüht ist und wer eher auf Distanz bedacht ist.
Beeinflusst wird das Distanzverhalten selbstverständlich nicht nur von individuellen Vorstellungen und Erwartungen, sondern ist auch geprägt von kulturellen Normen und Werten, hier insbesondere den jeweils geltenden Höflichkeitsritualen.
Diesen Überlegungen fügt sich ein weiterer Aspekt an: In kontextarmen Kulturen sind die wesentlichen Aussagen auf der verbalen und der paraverbalen Ebene vorhanden, in sog. kontextreichen Kulturen vermitteln sich sehr viele Informationen über den Körperausdruck, über die Situation und die Personen selbst (Hall 1990). Das hat zur Folge, dass in den kontextreichen Kulturen eine wesentlich größere Vielzahl an (teil-)konventionalisierten Bewegungen existiert als in kontextarmen, die jeweils aus dem situationalen Kontext zugeordnet und verstanden werden können. Das kann im Kulturenkontakt entweder zum Eindruck von Unsensibilität, weil alles explizit ausgesprochen werden muss und kleine Gesten nicht wahrgenommen werden, andererseits zu einer Überinterpretation, weil in rhythmisierenden sprechbegleitenden Gesten nach dem "konventionalisierten Sinn" gesucht wird, führen.
Über kulturelle Kontakte, wirtschaftliche Globalisierung und Migrationsbewegungen verändern und verwischen sich die Grenzen zwischen den sog. "high and low context"-Kulturen, eine erhöhte Sensibilität für die jeweils anderen Prägungen ist erforderlich, was jedoch systematisches Wissen über die jeweiligen Strukturen voraussetzt.
Im Kontext mit den von Scherer (1976) formulierten semantischen Funktionen körperlicher Bewegungen kann geschlussfolgert werden, dass es sich bei der Möglichkeit der Substitution, also der Ersetzung sprachlicher Ausdrücke, um Körper-Sprache handelt, weil Konventionalisierung vorausgesetzt werden muss.
D. h. "high-context-Kulturen" verfügen über ein ausdifferenzierteres System konventionalisierter Körpersprache als "low-context-Kulturen". Die anderen drei Funktionen (Amplifikation, Modifikation und Kontradiktion) bleiben davon weitgehend unberührt. Da es sich jedoch bei den gestenreichen Kulturen nicht nur um eine Erweiterung des konventionalisierten Repertoires handelt, sondern insgesamt das "Gestenaufkommen" höher ist, kann angenommen werden, dass zumindest auch die Funktion der Amplifikation, die Verstärkung bzw. Verdeutlichung des Gesagten, intensiver auftritt.
2.2. Gesprächssteuerungsfunktion
Scherer klassifiziert die Funktionen nonverbaler Parameter, wie er sie nennt, in Analogie zu den Dimensionen sprachlicher Zeichen nach parasemantisch, parasyntaktisch und parapragmatisch, fügt jedoch eine vierte – neue – Dimension hinzu, die dialogische. Diese wird von dem Autor folgendermaßen charakterisiert:
"Es handelt sich darum, daß eine Reihe von interaktiven Kommunikationsphänomenen nicht auf die Beziehungen zwischen Zeichen und Zeichen oder zwischen Zeichen und Sprecher bezogen ist, sondern auf die Beziehungen zwischen Zeichen und dem dyadischen System der beiden Interaktionspartner. Der zentrale Aspekt dieser vierten Dimension liegt also darin, daß hier ein Zusammenwirken von Verhaltensweisen beider Dialogpartner in der dyadischen Interaktion erforderlich ist, um eine bestimmte Funktion zu unterscheiden: zum einen die Regulation, zum anderen die Relation." (1976, 287)
Gesprächsanalytisch gesehen haben diese beiden Aspekte besondere Bedeutung, werden über sie doch einerseits Fragen des Turn-takings (Regulationsfunktion) und andererseits Aushandlungsprozesse von Statusverhältnissen wie Symmetrie und Asymmetrie (Relationsfunktion) konstruiert.
Als zentraler Aspekt in diesem Zusammenhang ist der Sprecherwechsel zu verstehen. Fremdwahl und Selbstwahl als die beiden Grundkategorien markieren Rederechtvergabe und Rederechtübernahme und konstituieren somit symmetrische bzw. asymmetrische Gesprächssituationen. Im Zusammenhang mit Körpersprache und Körperausdruck ist zu konstatieren, dass diese Parameter die sog. "übergangsrelevanten Stellen" (Sacks 1974) mit konstruieren: Alle Bewegungen, die distanzvergrößernd wirken, figurieren eine übergangsrelevante Stelle, alle distanzverringernden Bewegungen unterstützen den Erhalt des Rederechts.
So erschweren z.B. das Vorbeugen des Oberkörpers, gestische Bewegungen in den kommunikativen Raum hinein und Halten des Blickkontaktes eine Unterbrechung oder verhindern sie möglicherweise sogar. Selbstverständlich aber nicht als isolierte Parameter, sondern in Verbindung mit distanzverringernden Sprechausdrucksmerkmalen (Vermeidung einer Atempause, progrediente Kadenzen und Beibehalten der Lautheit z.B.) und inhaltlichen Aspekten. Besonders interessant ist in diesem Zusammenhang, dass sich die einerseits Parameter einer Kategorie (Sprechausdruck oder Körperausdruck) jeweils ersetzen können, aber auch die Parameter der Kategorien untereinander. D.h. mit anderen Worten, wessen Stimme größere Lautheit z. B. nicht verkraftet, der kann sie durch intensivere Gestik ausgleichen, um den gleichen Effekt zu erzielen (vgl. Heilmann 2001, 171 f.) Soll ein Rederechtübernahmebegehren gelingen, muss die Ausprägung der eingesetzten Parameter intensiver sein als bei der Person, die das Rederecht aktuell besitzt. Es gilt jedoch nachdrücklich darauf zu verweisen, dass ein Rederechtübernahmebegehren immer misslingt, wenn die aktuell Sprechenden sich nicht unterbrechen lassen wollen und sich durch den Unterbrechungsversuch nicht irritieren lassen. Das hat meine empirische Studie valide belegen können (vgl. Heilmann 2001, 187).
Eine übergangsrelevante Stelle dagegen wird über distanzvergrößernde Merkmale figuriert: Atempause, fallende Kadenz, Zurücknahme der Gestik aus dem kommunikativen Raum an den eigenen Körper, Zurücklehnen, Wandern des Blickkontaktes.
Um das Rederecht bis zum Abschluss des eigenen Gedankens behalten zu können, sind, bezogen auf den Sprech- und Körperausdruck, zwei Aspekte zu berücksichtigen: Einerseits ist es wichtig, eindeutige Signale zu setzen und "Halbheiten" zu vermeiden, so werden alle Betroffenen klar geführt. Andererseits ist es im Sinne der gemeinsam intendierten Sinnkonstituierung von zentraler Bedeutung, dass um der Möglichkeit zu paritätischer Redebeteiligung willen auch übergangsrelevante Stellen markiert werden, damit weitere Gesprächsbeteiligte sich das Rederecht nicht unter Verletzung von Höflichkeitsnormen "rkämpfen" müssen.
3. Ausdrucksfunktion der körperlichen Bewegungen
Ein zentrales Thema des Körperausdrucks sind die Wahrnehmungen von Emotionen. Von vielen Wissenschaftsgebieten erforscht, sind sie auch Gegenstand sprechwissenschaftlicher Untersuchungen. Emotionen finden auf allen kommunikativen Ebenen ihren Ausdruck, so auch über Mimik, Gestik, Körperhaltung und Körperspannung. Emotionen entstehen über situationale Gegebenheiten, über Beziehungen, über Erlebnisse und sind u. a. am Körperausdruck als Komplexphänomen erkennbar.
In der Emotionsforschung wurden die unterschiedlichen Ausprägungsgrade von Emotionen über verschiedene Dimensionen charakterisiert: Als Valenz wird die Richtung der Emotion bezeichnet, ob es sich um eine eher positive oder eher negative Emotion handelt. Mit Aktivierung ist gemeint, dass eine Emotion sich ruhig ausbreiten kann oder explosionsartig entsteht. Und schließlich kennzeichnet die dritte Dimension, die Dominanz, den Ausprägungsgrad.
So ist eine differenziertere Beschreibung von Emotionen möglich als lediglich über Substantiv- oder Adjektivkennzeichnungen (Wut / fröhlich). Eine langsam in einem Menschen sich ausbreitende Freude wird sich auch bezogen auf den Körperausdruck anders gestalten als ein plötzlich ausbrechender Jubel. Eine Trauer, welche die gesamte Person erfasst hat, zeigt sich anders als eine kleine vorübergehende Traurigkeit. Inwieweit diese Emotionsausprägungen für andere sichtbar und deutlich werden (dürfen), ist wesentlich von den jeweiligen kulturellen Normen abhängig.
In jedem Falle bleibt gültig, dass verbale, para- und extraverbale Ebenen den Ausdruck und den Eindruck als Gesamtheit hervorrufen und wir uns in unserer Kultur sehr stark an den Augen(-winkeln) und der Gesamtkörperspannung orientieren. Ein "falsches Lächeln", eine "gemachte Fröhlichkeit" erkennen wir oft an der fehlenden Augenbeteiligung, wenn uns die Mundbewegung die Emotion "vorgaukeln" soll.
Kehrein (2002) fasst Forschungsergebnisse unterschiedlichster Untersuchungen zusammen und versucht ein Emotions"profil" zusammenzustellen: Für "Trauer" z. B. benennt er paraverbal eine leise und behauchte Stimme und extraverbal führt er langsame Bewegungen, wenig Gestik, wenig Blickkontakt, fallende Mundwinkel, eine schlaffe Lippenmuskulatur, fallende Augenlider und kaum Augenfalten an. Hier wird einmal mehr deutlich, dass viele Merkmale zusammenspielen müssen und das Gesicht und die Muskelspannung eine dominante Rolle spielen.
Da sich Emotionsausprägungen überindividuell und kulturübergreifend entwickelt haben, ist die Irrtumswahrscheinlichkeit bei der Emotionswahrnehmung geringer als beim sonstigen Körperausdruck. Aber auch hier besteht eine Interpretationsnotwendigkeit, die wiederum durch lebensweltliche Erfahrungen gestützt werden muss.
So sei abschließend zusammengefasst, dass auch der Körperausdruck performativ interaktiv entsteht und hoher Wahrnehmungssensibilität bedarf. Die klare Differenzierung zwischen Körper-Sprache und Körper-Ausdruck und die strikte Trennung zwischen Wahrnehmung und Interpretation helfen, Fehldeutungen, verkürzten Bedeutungsfestlegungen und vorschnellen Zuweisungen entgegenzuwirken.
Literatur
Geißner, H. (2000): Kommunikationspädagogik. Röhrig: St. Ingbert
Hall, E. T. and Hall, M. R. (1990): Understanding Cultural Differences. Intercultural Press, Yarmouth, Maine
Heilmann, C. M. (2002): Interventionen im Gespräch. Neue Ansätze der Sprechwissenschaft. Niemeyer: Tübingen
Heilmann, C. M. (2008): Körper und Raum. In: Heilmann, C. M. u. Lepschy, A. (Hrsg.): Rhetorische Prozesse. Vom Konzept zur Handlung. Sprache und Sprechen Bd. 44, Reinhardt: München, S. 89-100
Heilmann, C. M. (2009): Körpersprache richtig verstehen und einsetzen. Reinhardt: München (im Druck)
Kalverkämper, H. (1995): Kultureme erkennen, lehren und lernen. Eine kontrastive und interdisziplinäre Herausforderung an die Forschung und Vermittlungspraxis. Fremdsprachen Lehren und Lernen (FLuL) 24, 139-181
Kehrein, R. (2002): Prosodie und Emotionen. Niemeyer: Tübingen
Peirce, C. S. (dtsch. 1986-1993): Semiotische Schriften. 3 Bde. Suhrkamp: Frankfurt
Sacks, H., Schegloff, E. u. Jefferson, G. (1974): A simplest systematics of the organisation of turn-taking for conversation .In: Language. Journal of the Linguistic Society of America. Vol. 50, Baltimore: Waverly, 696-735
Scherer, K. (1976): Die Funktion des nonverbalen Verhaltens im Gespräch. In: Wegner, D. (Hrsg.): Gesprächsanalysen. Buske, Hamburg, 275--297
Wallbott, H. G. (1988): Nonverbale Phänomene. In: Ammon, U., Dittmar, N., Mattheier, K. J. (Hrsg.): Soziolinguistik. Ein internationales Handbuch zur Wissenschaft von Sprache und Gesellschaft. de Gruyter, Berlin/New York, 1227-1237
Watzlawick, P., Beavin, J. H., Jackson, D. D. (1974): Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien. 4. unveränd. Aufl. Huber, Bern/Stuttgart/Wien
Zu diesem Thema ist von der Autorin soeben ein Buch erschienen:
"Körpersprache richtig verstehen und einsetzen"
(Reinhardt-Verag,ISBN 13 (978-3-497-02106-2)) ist 137 Seiten stark, mit Cartoons von Jana Heilmann versehen und für € 14,90 im Buchhandel erhältlich.
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