Nachrichtenarchiv
Absage der DGSS-Jahrestagung in Stuttgart
Stand: 01.09.2007
Liebe Studierende, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Tagungsinteressierte,
der Vorstand der DGSS hat beschlossen, die geplante Tagung vom 28.-30.
September 2007 abzusagen. Anlass zu dieser außergewöhnlichen
Maßnahme ist der tödliche Unfall unseres Mitglieds und Tagungsleiters,
Prof. Dr. Thomas Kopfermann.
Wir sind fassungslos über die traurige Nachricht von seinem Tod. Die
enorme Tragweite des menschlichen und fachlichen Verlustes wird uns
und den Stuttgarter Kolleginnen und Kollegen täglich bewusster. Ohne
Thomas Kopfermann können und wollen wir in Stuttgart nicht seine
Tagung durchführen, denn er ist nicht nur der Kopf, sondern zugleich
auch die Seele der Stuttgarter Akademie und der Abteilung
Sprecherziehung der Musikhochschule.
NICHT ABGESAGT wird unsere MITGLIEDER-Versammlung. Sie wird wie
geplant am Samstag, den 29.9.2007 um 17 Uhr in den Räumen der
Stuttgarter Musikhochschule stattfinden.
Falls Sie sich schon für die Tagung angemeldet hatten und auch schon
den Tagungsbeitrag überwiesen haben, bitten wir Sie um etwas Geduld.
Die Beiträge werden auf jeden Fall zurück erstattet, aber es wird
einige Wochen dauern, bis wir diese Formalitäten angehen können.
Der Vorstand hofft auf Ihr Verständnis und würde sich freuen, Sie zu der
Mitgliederversammlung begrüßen zu dürfen.
Die erste Ausgabe unseres Newsletters "DGSS @ktuell" ist online!
Stand: 28.06.2007
Hier ist sie,die erste Ausgabe der "DGSS @ktuell". Sie wird künftig mindestens einmal pro Quartal erscheinen und damit erheblich schneller und zeitnäher als unsere bisherige Mitgliederzeitschrift "Mitteilungen" über wichtige Neuigkeiten und Termine informieren können. DGSS-Mitglieder erhalten die jeweils neueste Ausgabe von "DGSS @ktuell" zusätzlich als E-Mail. Für Leserinnen und Leser, die ungern am Bildschirm lesen, stellen wir in jeder aktuellen Ausgabe eine Link zu einer für den Ausdruck optimierten PDF-Fassung bereit. Ältere Ausgaben von "DGSS @aktuell" werden in einem Archiv hier auf unserer Homepage weiter zur Verfügung stehen.
Mehr Informationen zu "DGSS @ktuell" erhalten sie hier.
13.10.2007: Eichendorff-Rezitationswettbewerb in Vechta - 2.000 EUR Preisgeld!
Stand: 15.12.2006
Nach dem großen Erfolg und deutschland- und österreichweiter Resonanz unter Schauspieler- und Sprecherziehernachwuchs möchte ich den Rezitationswettbewerb in 2007 wiederholen. Auch diesmal soll er sich auf das Werk eines Autors beschränken und beziehen, der 150 Jahre tot ist, also in 2007 besondere Aufmerksamkeit genießt:
Joseph von Eichendorff
Termin: Samstag, 13. Oktober 2007
Ort: in der Hochschule und im Rathaus Vechta
Als Juroren werden mitwirken: Dr. Ortwin Lämke, Münster, PD Dr. Baldur Neuber, Jena, Prof. Isolde Alber, Mannheim, Sabine Seggelke, Düsseldorf und Prof. Dr. Eberhard Ockel, Vechta.
Jeder Bewerber hat max.10 min Redezeit für selbstgewählte Texte Eichendorffs, Altersgrenze der Bewerber: 35 Jahre; max. Bewerberzahl: 20
Auswahlverfahren: am 13.10.07, ab 11 Uhr in der Musikaula der Hochschule Vechta
Öffentlicher Auftritt aller Bewerber/ Preisverleihung und Feststellung des Publikumspreisträgers in der Rathaushalle des Rathauses Vechta: 13.10.07, 19.30 Uhr
Dotierung der Preise:
1. Preis 1000,-- EUR;
2. Preis: 500,-- EUR;
3. Preis: 300,-- EUR;
Publikumspreis: 200,-- EUR
Anmeldeschluss: 31.08.2007
Die Anmeldung muss enthalten: Name und Anschrift (ggf. Telefon und Mail) des/der Bewerber/in, gewählte Texte (oder Textauszüge) von Eichendorff, Geburtsdatum und -ort (wegen der Urkunde) sowie Bankverbindung (wegen Preisgeld und ggf. Reisekostenpauschale)
Verbindliche Anmeldung entweder per Fax an 04441-15459 oder Mail an: mich unter eberhard.ockel@uni-vechta.de oder meine Hilfskraft René Kohn unter odoardo@web.de
Rückschau: "Hören in unserer Zeit" (WDR 3, 19.03.2006)
Stand: 20.03.2006
"Hören in unserer Zeit" - so lautete das Thema eines Kulturpolitischen Forums, das am 10. März 2006 in Köln stattgefunden hat. Die Sendung wurde auf WDR 3 am 19. März 2006 von 19.05 bis 20.00 Uhr gesendet.
Unter Leitung von Michael Köhler diskutierten Vertreter der Initiative Hören die verschiedenen Aspekte aus medizinischer, kultureller, bildungspolitischer und mediendidaktischer Sicht. Marianne Frickel, Präsidentin der Bundesinnung der Hörgeräte-Akustiker, Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrats, Karl Karst, Programmchef WDR 3, Marita Pabst-Weinschenk, Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Sprechwissenschaft und Sprecherziehung (DGSS) e. V. und Andrea Spatzek, Schauspielerin aus der Serie ,,Lindenstraße" waren sich einig darin, dass dem Hören immer noch viel zu wenig Beachtung geschenkt wird.
"Sprecherziehung ist immer zugleich auch Hörerziehung" betonte Pabst-Weinschenk und unterstützte nicht nur die bundesweite Einführung des Neugeborenen-Hörscreenings, um rechtzeitig Hörschädigungen behandeln zu können, sondern forderte auch, dass jeder die Chance haben sollte, so sprechen zu lernen, dass andere gern zuhören. Sprecherziehung sollte genauso wie Musikerziehung mehr Raum in der Schule einnehmen. Erzieherinnen und Lehrer sollten besser ausgebildet werden, um eine umfassende Sinneskompetenzschulung durchführen zu können. Lärmschutz durch bauakustische Maßnahmen sei genauso wichtig wie Barrierefreiheit für Hörbehinderte durch den Einbau neuer Übertragungstechniken. Medien und Kultureinrichtungen sollten sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein und Hörerlebnisse und Hörgenuss vermitteln.
Für diese Forderungen setzt sich die Initiative Hören ein, der inzwischen 23 Verbände und Institutionen angehören und die sich als Sprachrohr und Plattform für die Vermittlung versteht.
Tagung 2005 Heidelberg: Foto-Dokumentation
Stand: 12.03.2006
DGSS-Mitglieder können sich im DGSS-Intranet an unsere letzte Tagung mit Fotos erinnern lassen, bzw. einen Eindruck verschaffen, wenn Sie nicht teilnehmen konnten.
Vielen Dank an Burkhard Schell, der diese Dokumentation für die DGSS erstellt hat!
--> Zur Foto-Dokumentation
DGSS-Akademie: Weiterbildung für Lehrkräfte aller Schulformen: "Lernstandards für Mündliche Kommunikation im Unterricht"
Stand: 09.03.2006
"Lernstandards für Mündliche Kommunikation im Unterricht"
(für alle Schulfächer der Sekundarstufen I und II, unter besonderer Berücksichtigung der KMK-Lernstandardvorgaben und der Kerncurricula der jeweiligen Bundesländer)
Diese Weiterbildungskonzeption von Bertram Thiel wird in Kürze durch speziell für den Schulbereich ausgebildete DGSS-Sprecherzieher(innen) angeboten werden.
Sie kann ab Herbst 2006 von DGSS -Sprecherzieher(innen) angefordert werden. Informationen hierzu finden Sie vorab auf der Homepage:
http://www.unterrichtskommunikation.de
Bertram Thiel
Ergebnisse DGSS-Befragung
Stand: 07.09.2005
Die Befragung der DGSS-Mitglieder ist nun ausgewertet. Die Details finden DGSS-Mitglieder imDGSS-Intranet.
Oliver Leibrecht
Berichte vom Studierendenforum in Göttingen (05. - 08.05.2005)
Stand: 03.08.2005
Ulrich Gohlke, Göttingen:
Das Forum stand unter dem Oberthema "Sprecherzieher/ Sprechwissenschaftler in der Praxis" (man könnte auch sagen: "... in die (!) Praxis") - und ich glaube, daß dieses Konzept aufgegangen ist. Gerade die Frage nach den Berufschancen und -perspektiven, außerdem die Frage danach, wie man am besten in die Berufspraxis und dort seine Nische findet, hat viele umgetrieben. Die Beteiligung insgesamt von 45 Personen (es gab noch weitere Anmeldungen, aber manche mußten leider wieder absagen) spiegelt das Interesse der Studierenden an diesem Thema wider. Sicher wird hier auch deutlich, wie wichtig es ist, Werbung für eine solche Veranstaltung zu machen, da die Studierenden nur davon profitieren können.
Ich selbst habe zwar kaum etwas von den Veranstaltungen/ von den Inhalten mitbekommen, aber ich denke, das liegt in der Natur der Sache: wenn man so in der Orga-Arbeit drinsteckt, dann hat man kaum Zeit mehr für die Seminare und anderen Veranstaltungen. Wenigstens am Abend und auch beim Frühstück habe ich mir ein bißchen Zeit genommen, um mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Und ich habe immerhin Stimmungen eingefangen.
Benjamin Hobert, Münster/ Bochum:
Ich habe zum ersten Mal am Forum teilgenommen. Mein Gesamteindruck war sehr positiv. Neben einigen interessanten Workshops und Modulen waren es vor allem der persönliche Kontakt und Austausch mit Mitstudierenden und die planerischen Überlegungen für eine zukünftige Studierendenarbeit, die das Forum in Göttingen - natürlich auch dank zweier super engagierter Initiatoren - zu einer wirklich lohnenswerten Sache werden ließen. Auch in Zukunft hoffe ich auf lebendiges Kennenlernen und Arbeiten auf dem Forum der Studierenden der Sprecherziehung!
Anne Kühl, Stuttgart:
Ich konnte erst am Freitag zum Forum dazustoßen, weil ich am Donnerstag Abend noch einen Auftritt hatte. Um kurz vor 6 in Stuttgart in den ICE gestiegen, war ich dann um 9 in Göttingen und kam rechtzeitig zum Vortrag von Herrn Pawlowski - ein sehr guter Start. Diesen Programmpunkt habe ich gleichzeitig als einen meiner persönlichen Highlights dieses Forums in Erinnerung. Ich erfuhr von ihm einiges, was für meine zukünftige Arbeit als Sprecherzieherin in den Medien von Bedeutung sein wird. Sein Buch "Jetzt rede ich" gab's für 5 Euro dazu.
In dem gemütlichen kleinen Raum im Göttinger Institut lernte ich schnell einige nette Studenten aus anderen Studienorten kennen, einige kannte ich schon vom letzten Treffen in Halle und freute mich sehr, sie wiederzusehen. Da ich später gekommen war, musste für mich noch eine Übernachtungsgelegenheit gefunden werden, was erfreulich schnell gelang.
Das Forum wurde von den wenigen Organisatoren liebevoll betreut. Ich freute mich über gedeckte Tische zum Frühstück und Abendessen. Neben den Mahlzeiten empfand ich die Möglichkeiten zum Plaudern mit den anderen Studenten als recht häufig, ich fand das Verhältnis von Angeboten und Freizeit angenehm ausgewogen. Für mich als Stuttgarterin war es sehr interessant, sich mit den Studenten aus anderen Städten über persönliche Schwerpunkte und Zukunftspläne auszutauschen. Es war ein wenig tröstlich für mich zu erfahren, dass die Schwierigkeiten (Was kann ich eigentlich? Kann ich davon leben, was ich im Studium lerne?) bei den meisten auf ähnlichen Ebenen liegen. Der Austausch darüber war und ist, finde ich, sehr wichtig.
Sehr nett fand ich mal wieder den letzten Abend - allein deshalb war dieses Forum empfehlenswert. Nach der Wahl des DGSS-Studierendenvorstandes ging's ins "Fegefeuer" zum Feiern und Tanzen. Auch hier - alles toll organisiert. Ich freute mich sehr, Teile eines Sprechprogramms der Landauer zu sehen - das erste Sprechprogramm das ich sah, das nicht von Stuttgartern auf die Bühne gebracht wurde! Ein echter Gewinn. Ich hoffe auch sehr, dass wir die "Ver(s)sprecher" noch zu einem Gastspiel bei uns in Stuttgart einladen können, damit alle meine Kommilitonen auch in diesen Genuss kommen werden. Wir sind dran an der Organisation.
Das nächste Forum werde ich dann mitorganisieren - bei uns in Stuttgart. Erste Programmpunkte sind schon in Planung und ein gestaltungsfreudiges Team hat sich auch schon zusammengefunden. Ich freue mich sehr auf Himmelfahrt 2006!
Alexander Roggenkamp, Münster:
Das Forum begann aus meiner Sicht durchwachsen: keine Vorstellungsrunde, kein Brainstorming und keine Stadtführung wie im Programm angekündigt. Schade, das Programm des ersten Tages fiel damit ins Wasser, dabei hätte ich gerne von allen gehört, wie sie heißen, wo sie studieren, was so die Schwerpunkte im Studium sind und wo es mal beruflich hingehen könnte. Das wurde in den nächsten Tagen dann nachgeholt, aber nicht systematisch.
Einige Anmerkungen zum Programm:
- Die inhaltliche Gestaltung war sehr abwechslungsreich.
- Die Führung durch das Deutsche Theater war informativ. Allerdings fehlte mir der Praxisbezug für uns als angehende Sprechis – im Theater ist keine Sprecherzieherin beschäftigt. So blieb es bei einer „normalen“ Führung.
- Das Seminar "Mikrofonsprechen" hätte besser "Nachrichtensprechen" genannt werden sollen. Spannend war es, Feedback zu bekommen und zu geben und sich stimmlich am Mikrofon auszuprobieren. Der Workshop hätte ruhig drei Stunden dauern können. Und: Ich hätte zumindest gerne mal einen Blick ins das tolle Tonstudio geworfen.
- Der Austausch der Fakultäten begann, als die andere Gruppe noch im Theater war – das war ungünstig. Einige gingen, während andere noch redeten.
- Die Gesprächsrunde mit den "etablierten" Sprecherziehern hat sehr viele nützliche Infos gebracht.
- "Stimmpflege aus naturheilkundlicher Sicht" brachte interessante Einblicke.
- Der Theaterworkshop begann verheißungsvoll, aber die seltsame Textarbeit ("Woran denkst du bei dem Wort 'verkürzt'?") trübte den Gesamteindruck.
- Showteil, Buffet, Party: sehr schöner Abschluss, tolle Texte, Impro und Gedichte auf der Bühne.
Fazit:
Es hat Spaß gemacht. Es hat interessante Einblicke gebracht. Es war faszinierend zu sehen, wie unterschiedlich das Fach Sprecherziehung/Sprechwissenschaft an den einzelnen Prüfstellen bzw. Universitäten vermittelt wird.
Der Ablauf konnte nicht perfekt sein bei nur zwei Organisatoren. Kompliment an Ulrich und Christine, dass ihr zu zweit die Organisation gemeistert habt.
Ein Tipp fürs nächste Forum: lieber weniger Workshops, dafür intensiver!
Ein herzliches Danke an alle für die angenehm-lockere Atmosphäre während des Forums!
Klein aber fein: Jahrestagung der DGSS in Vechta
Stand: 10.12.2004
Vom 14.10.-17.10.2004 fand unsere diesjährige Tagung zum Thema "Sprechen von Literatur: Kunst?" in der kleinen Universitätsstadt Vechta statt.
Ich möchte es gleich am Anfang vorwegnehmen: für mich war diese Tagung eine große Bereicherung, weil wir uns nicht nur theoretisch, sondern hauptsächlich praktisch mit der "Kunst" (Was ist das eigentlich?) auseinandersetzten.
Isolde Alber forderte mit der ihr eigenen Spiel- und Experimentierlust in Ihrem Workshop "Sprechcollagen" gleich am Donnerstag die Phantasie und den Spaß bei uns Teilnehmern heraus. Da war es ganz selbstverständlich, dass wir als Hühner durch die Gymnastikhalle stelzten. Etwas ernsthafter, aber nicht weniger interessant, ging es am Freitagvormittag weiter: Hans Martin Ritter arbeitete mit uns an "Strenger Form – heißer Leidenschaft". Hinter dem Titel verbarg sich die Arbeit an Shakespeare Sonetten, gesprochen und "in Szene gesetzt" von mehreren Mitstreitern – eine spannende Erfahrung.
Eine sehr anregende Veranstaltung beschäftigte sich mit Heinrich Heines "Enfant perdü". Nachdem wir in Kleingruppen mögliche Sprechfassungen selbst erarbeitet und vorgetragen hatten, stellte uns Ortwin Lämke aufgezeichnete Versionen des Gedichtes vor. Es war erstaunlich, wie verschieden ein und der gleiche Text gesprochen werden kann.
Am Samstagnachmittag konnten wir Viola Schmidt begrüßen, Gast von der Schauspielschule "Ernst Busch" Berlin, die mit uns nach einem Aufwärmtraining den gestischen Umgang mit Text an Hand von Büchners "Lenz" erarbeitete. Für viele Tagungsteilnehmer war die Intensität der Arbeit gepaart mit Spaß am Ausprobieren von konkreten schauspielerischen Haltungen hochinteressant.
Von den Vorträgen möchte ich besonders zwei hervorheben, die mir noch lange durch Ihre Verbindung von Wissenschaft, Humor und gelungenen praktischen Beispielen in Erinnerung bleiben werden: "Ästhetik und Sinnlichkeit erotischer Stimmen" von Hartwig Eckert und "Lesen und Reden" von Norbert Gutenberg.
Ein Wermutstropfen mischte sich in die wirklich sehr offene, arbeitsintensive und persönliche Atmosphäre der Tagung: es waren nur sehr, sehr wenige Studierende angereist. Für die hatte die Berufskommission ein hochkarätig besetztes Forum organisiert: u.a. Prof. Viola Schmidt (Schauspielschule Ernst Busch Berlin), Irmela Beyer (Hochschule Musik und Theater Zürich), Dirk Prawdzik (Folkwang Hochschule Essen) und Christoph Hilger (Sprecherzieher und Coach). Moderiert wurde das Forum, gespickt mit vielen passenden Zitaten, von Matthias Menne. Der machte aus der Not eine Tugend, aus auf Studierende zugeschnittenen Themen wurde ein breitgefächerter Katalog, der sich vom "Kunstbegriff", über die unterschiedlichen Ausbildungsprofile an den Schauspielschulen bis hin zu den Berufschancen für Sprecherzieher an eben diesen Schulen aufblätterte. Für alle Teilnehmer sehr kurzweilige zwei Stunden.
Das Wichtigste kommt immer zum Schluss! Das ist der Dank an den Organisator Eberhard Ockel und "an seine bessere Hälfte" (Zitat Ockel). Er hat es geschafft, eine durchweg gelungene Zwischentagung zu organisieren, die sich durch eine persönliche, offene und kreative Atmosphäre auszeichnete. Vielen Dank!
Astrid Barber-Weiner
Bericht DGSS Sommer-Akademie 2004
Stand: 10.12.2004
Rhetorische Kommunikation 25.-27.8.2004
Roland W. Wagner: Was wirkt wie auf welche Menschen?
- Mit mehr Methodenkompetenz zu mehr Kommunikationskompetenz -
„Ich wollte schon immer mal die Leute kennen lernen, die hinter diesen tollen Büchern stehen!“ So - oder so ähnlich - lautete die häufigste Antwort auf die Frage: "Warum machst du eigentlich die Sommerakademie mit?" Unser Referent Roland W. Wagner hat nicht nur tolle Bücher geschrieben. Den meisten Mitgliedern der DGSS ist er vor allen Dingen als jahrelanger hochengagierter Schriftführer und aktives Vorstandsmitglied bekannt.
Der Ort der diesjährigen 13. Sommerakademie: Das prächtige "Herrenhaus" des Don Bosco Berlin im Grunewald. Idyllisch gelegen unter hohen Kiefern, ausgestattet mit großzügigen Seminarräumen und einer herrschaftlichen Terrasse mit angrenzendem, rauschenden Springbrunnen.
Roland Wagners Ziel: "Methoden reflektieren. Neugierig machen." Unter diesem Motto hat unser 14-Kopf-starkes Grüppchen versucht den vielseitigen Komplex "Rhetorik" theoretisch einzugrenzen und aktiv zu erarbeiten: 5-Satz, Amerikanische Debatte, Feedback, Johari-Fenster, Körpersprache, Kommunikationsaxiome, Erzählübungen, Planspiele, Themenzentrierte Interaktion und NLP – um nur einige Schlagworte zu nennen.
Getreu nach dem Motto Goethes: "Grau, teurer Freund, ist alle Theorie", setzten wir unter Anleitung das neugewonnene Wissen gleich in die Praxis um. Da wagten wir uns beispielsweise bei einer Gruppen-Erzähl- und Kreativitätsübung auf eine gefährliche Expedition in die Antarktis, wo wir nicht nur den Pinguinen die Füße wärmten - nein, sondern auch noch Reinhold Messner begegneten...
Auch das Thema "Heirat – Ja oder Nein?!" wurde bei der amerikanischen Debatte kontrovers diskutiert. Wer nicht direkt mitdebattierte, schlüpfte in die Rolle des Beobachters, gab Feedback.
Mit welchen Tricks die Spitzenverdiener im Trainingsgeschäft arbeiten, erlebten wir an Tag zwei des Seminars: Alexander Christiani, Bodo Schäfer und Vera F. Birkenbihl live in Aktion – leider nur auf Video.
Als Ergänzung zu Theorie und Praxis hat Roland Wagner in einem Extra-Raum umfangreiches Lehrmaterial in Form von CD-Roms und Arbeitsbüchern zum "Anfassen" und "Blättern" bereitgestellt. Besonders für die Berufseinsteiger ein anregendes und wertvolles Arbeitsrepertoire.
Abgerundet wurde das Ganze von der liebevollen und aufmerksamen Organisation durch Kerstin Köhler und Cäcilie Skorupinski von K+S Kommunikation. Wie von Geisterhand herbeigezaubert standen in den Pausen stets frischgebrühter Kaffee und Kuchen bereit. Der Geschmack des Grillkäses "Halumi" und die ausschließlich vom Bio-Schlachter stammenden Fleischspezialitäten für den Grillabend entlocken noch so manchem Teilnehmer rückblickend ein wohliges "Hmmmmmm"...
Das fachliche Input, das menschliche Input sowie das zwischenmenschliche Input machten diese drei Tage zu einem bereichernden Erlebnis für alle Teilnehmer. Und ich bin mir sicher, dass es "K+S Kommunikation" für die nächste Sommerakademie wieder gelingt, spannende Referenten zu gewinnen, "die hinter diesen tollen Büchern stehen."
Hamburg, September 2004, Nicole Ramcke
Ästhetische Kommunikation 27.-29.8.2004
Prof. Dr. Heinz Fiukowski:
"Beiträge zur Sprechkultur des Sprecherziehers"
Vom 27. - 29.08.04 fand der 2. Teil der alljährlichen Sommerakademie statt. Diesmal lautete das Thema: Ästhetische Kommunikation, "Beiträge zur Sprechkultur des Sprecherziehers". Leiter des Seminars war Herr Prof. Dr. Heinz Fiukowski.
Der von Kerstin Köhler und Cäcilie Skorupinski gewählte Seminarort, eine Villa der "Don Bosco Tagesstätte" in Berlin-Wannsee, gab den Teilnehmenden auch die Möglichkeit, sich zwischen und nach den Arbeitseinheiten in eine ruhige, harmonische Umgebung zurückzuziehen.
Herr Prof. Dr. Fiukowski stellte uns eine große Auswahl an Themen und reichlich Übungsmaterial zur Verfügung. Intensiv bearbeiteten wir zunächst das "3-er Interview". Anschließend sollte der Text "Bremen wozu" von H. Heißenbüttel, aus der Kategorie "Konkrete Poesie" von je zwei Teilnehmenden vorgestellt werden. Die Ergebnisse waren sehr verschiedene und interessante Interpretationen, die dem gestalterischen Können der einzelnen Teilnehmenden zu verdanken waren.
Schwieriger war die nachfolgende Aufgabe, traurigen bzw. schwermütigen Märchen und Fabeln einen angemessenen Erzählgestus zu verleihen. J.P. Hebels "Kalendergeschichten" und H. v. Kleists "Anekdoten" wurden nur angeschnitten. Zum Abschluss des Seminars sollten die Teilnehmenden sich einen Informationstext aussuchen, der für Printmedien geschrieben war und diesen im Sinne von "Scheiben für´s Hören" in Radionachrichtensprache übersetzen und vortragen.
Als Dozent überzeugte Herr Prof. Dr. Fiukowski neben seiner außerordentlichen Kompetenz auch durch seine Liebenswürdigkeit und seine ausgesprochene Fähigkeit zur Empathie. Seine Ruhe und Besonnenheit und gleichzeitig sein Sinn für Humor übertrug sich auf die Teilnehmenden des Seminars und erzeugte eine entspannte und gleichzeitig kreative Arbeitsatmosphäre. Inspirierend war ebenso sein freier Umgang mit der Sprache, der sich unter anderem in der Bildung witziger und geistreicher Wortneuschöpfungen ausdrückte. Auch in den Abendstunden zeigte er sich offen für fachliche und private Gespräche.
Es hat mich persönlich sehr gefreut und bereichert, diesen außergewöhnlichen Mann kennen lernen zu dürfen. Menschen mit seinen Eigenschaften sind selten und in einer hektischen Welt wie dieser wohltuend und entwicklungsfördernd.
Besonderer Dank gilt auch Kerstin Köhler und Cäcilie Skorupinski, die mit ihrer vorausschauenden und exzellenten Planung das Seminar und dessen reibungslosen Ablauf erst ermöglicht haben. Die Organisatorinnen haben auch durch ihr hohes persönliches Engagement beeindruckt. Wir dürfen gespannt sein, womit uns die Beiden im nächsten Jahr überraschen werden.
Margareta Wübbolt, Diplom-Sprechwissenschaftlerin, Berlin
Lernstandards für Mündliche Kommunikation im Unterricht
Stand: 10.12.2004
Vom 30. Juli - 1. August diesen Jahres fand an der Europäischen Akademie Otzenhausen eine Impulsveranstaltung der DGSS-Akademie zum oben genannten Thema statt.
Bertram Thiel stellte neun Module im Bereich der Unterrichtskommunikation vor, welche zu der Gesamtkonzeption „Lernstandards für Mündliche Kommunikation für Lehrkräfte“ zusammengefasst wurden. Im Einzelnen wurden folgende Lernbausteine thematisiert und geübt: Aktives und verstehendes Zuhören, Wertungsfreie Rückmeldung, Diskussions- und Gesprächsfähigkeit, Konzentrierte Dialogführung, Gezieltes Argumentieren, Präsentationskommunikation/Rede-Rhetorik, Bewertung mündlicher Leistungen, Umgang mit Konflikten, Lehrer-Persönlichkeit im Unterricht.
Im Herbst 2004 wird dieses Lehrerweiterbildungskonzept erstmals als viertägige Blockveranstaltung in Kooperation mit der DGSS am saarländischen Lehrerfortbildungsinstitut (LPM) angeboten werden. Bereits im vorangegangenen Schulhalbjahr gab es eine beachtliche Resonanz verschiedener Schulen (und auch Schulformen), welche bereits vorab einige Module interessierte Kolleg/innen anforderten.
Von daher wollte diese Veranstaltung denjenigen Sprecherzieher/innen Impulse und Hintergrundinformationen bieten, die in absehbarer Zeit auch in anderen Bundesländern mit Lehrkräften auf diesem Gebiet arbeiten möchten.
Viele dieser bekannt erscheinenden Themen sind von Bertram Thiel für den Unterrichtseinsatz modifiziert bzw. neu entwickelt worden. Die Übungen selbst entstanden teilweise aus über 12-jähriger Akademie-Erfahrung mit angehenden Führungskräften. Auch Hinweise für den Schulungsumgang mit Lehrer/innen und Ministerien wurden gegeben. Umfangreiche Skripte – ergänzt durch Unterrichts-Videosequenzen - sowie praktische Übungen auch (für den sprecherzieherischen Seminar-Alltag) rundeten das Seminar ab.
Die Teilnehmenden zeigten sich sehr angetan. Die Atmosphäre der Tagungsstätte war höchst angenehm, die Gruppe hatte überdurchschnittliches Interesse, das vorgestellte schlüssige Konzept zu erproben und anhand der individuellen Erfahrungen zu reflektieren.
Wer sich näher mit dieser Weiterbildungskonzeption bzw. mit den betreffenden LPM-Veranstaltungen befassen will, kann unter www.unterrichtskommunikation-saarland.de weitere Informationen erhalten bzw. sich per E-Mail mit dem Referenten in Verbindung setzen.
bt/rw
Bericht vom Forum der Studierenden 2004 in Halle
Stand: 10.12.2004
Frei nach dem bekennenden Motto: "Gestus ist alles" – das verrieten zumindest die schwarzen Lettern auf den Namensschildern der Teilnehmer und Organisatoren – fand das diesjährige Studierendenforum der DGSS (20.05. – 23.05.2004) in Halle an der Saale statt.
Auf den Weg dorthin machten sich 4 Jenaer und 3 Göttinger Studierende sowie jeweils mutige Einzelvertreter der Städte Stuttgart, Landau und Düsseldorf. Den Großteil der Teilnehmer bildeten jedoch die Hallenser. Somit beteiligten sich insgesamt 33 Studierende verschiedener Studienjahre mit den angestrebten Studienabschlüssen DiplomsprechwissenschaftlerIn, DiplomsprecherzieherIn, Sprechwissenschaft M.A. und SprecherzieherIn (DGSS) am Forum, was viel Stoff für regen Austausch bot.
Dieser begann spätestens, als sich alle am Donnerstagnachmittag am Institut für Sprechwissenschaft und Phonetik einfanden, um dort von ihren gastgebenden KommilitonInnen in Empfang genommen zu werden. Die besonders Motivierten unter ihnen brachen sofort zu einer kleinen Halle-Besichtigung auf, andere erholten sich von der langen Anfahrt. Am Abend trafen sich die Teilnehmer wieder am Institut, wo sie Frau PD Dr. I. Bose als Vertreterin der Institutsleitung offiziell begrüßte. Danach wurde das Programm der nächsten Tage präsentiert, jede und jeder Anwesende gab seinen Namen und Studienort preis; so was kann auch Vorstellungsrunde genannt werden... und endlich ging es ran an die Buletten oder besser die Bratwürste, die sich schon auf dem Grill zu langweilen begannen. Mit einbrechender Dunkelheit wurde es Zeit für den ersten kulturellen Höhepunkt des Forums: die Vorführung des Films "Sprechwissenschaft" - eine etwas andere Vorstellung des Studiengangs Sprechwissenschaft in Halle.
Obwohl der Abend spät sein Ende fand, begannen die ersten Workshops Freitag-morgen. Zur Auswahl standen "Körperstimmtraining" und "Entspannungstraining". Beide Workshops wurden von Studierenden des 4. Studienjahres in Halle geleitet, die durch Praktika bzw. Tutorien bereits Lehrerfahrung besitzen. Um dem anfänglich erwähnten Motto gerecht zu bleiben, schloss sich danach ein Workshop an, der von der halleschen Dozentin Dr. Martina Haase für die ganze Gruppe zum Thema "Gestisches Textsprechen" gehalten wurde. Die verdiente Mittagspause verbrachten die Teilnehmer dann bei einer leckeren Suppe im Sprewi-Stammlokal, nachdem sie sich durch den strömenden Regen gekämpft hatten. Am Nachmittag standen wieder Workshops bzw. eine Diskussionsrunde auf dem Programm. Für diejenigen, die sich am Morgen anders entschieden hatten, bestand die Möglichkeit, am "Körperstimmtraining" teilzunehmen. Für die anderen bot sich der Workshop "Sensomotorische Integration in der Sprachtherapie" an, der von einer Studentin des 3. Studienjahres gehalten wurde, ihres Zeichens im ersten Leben Logopädin. Im Anschluss daran stellten 3 Diplomanden des halleschen Hauses ihre bereits beendeten bzw. in den letzten Zügen liegenden Diplomarbeiten vor. Nach so viel aktiver Beteiligung klang der Abend mit dem Besuch des Stückes "Das Bildnis des Dorian Gray" von Oskar Wilde im halleschen Puppentheater aus.
Der folgende Morgen stand für jeweils 2 längere Workshop-Einheiten zur Verfügung. Die TeilnehmerInnen hatten die Wahl zwischen dem Besuch in dem Unternehmensberatungsbüro centergy, welches von einer ehemaligen Absolventin des halleschen Instituts geleitet wird, und der bewegungsreicheren Variante: "Orientalisch tanzen und Stimme", geleitet von einer halleschen Diplomandin und ihrer Tanzlehrerin.
Der Nachmittag diente erneut zum regen Gedankenaustausch. Er begann mit dem Vortrag eines Göttinger Teilnehmers zum Thema: "Die Macht des Wortes – Rhetorik im religiösen Kontext" und endete mit dem Diskussionsforum "Fertig und was dann?". In dieser Gesprächsrunde waren verschiedene Absolventen des halleschen Instituts eingeladen, um über ihren beruflichen Werdegang und die entstandenen Perspektiven zu erzählen. Diese Diskussionsrunde stellte die Fortsetzung dar zu dem Diskussionsforum vom Vortag.
Am Abend wurde noch einmal richtig gefeiert. Die Sprechbühne des halleschen Instituts zeigte Ausschnitte aus ihrem neuen Stück "Liebeslust und Liebesleid, Sex and Crime". Danach blieb noch Raum für eigene kulturelle Beiträge und ausgiebiges Tanzbeintraining.
Mit müden Häuptern, aber wachem Geist, trafen sich die TeilnehmerInnen am Sonntag zu einem abschließenden gemeinschaftlichen Frühstück. Es fand eine Auswertung der vergangenen Tage statt, welche sehr positiv ausfiel und die Mühen des 6-köpfigen Orgateams, welches sich aus Studierenden des 3., 4. und 5. Studienjahres zusammensetzte, belohnte.
Insgesamt bedanken sich die TeilnehmerInnen und OrganisatorInnen bei der DGSS, dem MDVS, dem Fachbereichsrat und dem Institut für Sprechwissenschaft und Phonetik Halle für die finanzielle Unterstützung.
Elisabeth Schönfeld
DGSS - Gründungsmitglied der Initiative Hören
Stand: 01.11.2003, Webadresse ergänzt am 01.04.2007
Am 31.10.2003 haben in Köln verschiedene Verbände, die sich mit dem Thema 'Hören' beschäftigen, einen gemeinsamen Dachverband gegründet, der als eingetragener Verein zukünftig eine gemeinsame Plattform für Aktivitäten bietet. Ziele der gemeinsamen Arbeit sind die umfassende Förderung, Pflege, Bildung und Erforschung des Hörens und des Zu-‘Hörens’ als grundlegende Wahrnehmungs-, Kultur- und Kommunikationsform. Der Verein möchte sich in den Bereichen Bildung und Erziehung, Kunst, Kultur und Medizin, öffentliches Gesundheitswesen, Wissenschaft und Forschung, Verbraucherberatung und Verbraucherschutz sowie Umwelt und Naturschutz engagieren, um durch geeignete Maßnahmen die Bedeutsamkeit des Hörens in seiner ganzen Breite bewusst zu machen, die allgemeine Hörfähigkeit in der Bevölkerung zu erhalten, zu entwickeln und zu schützen und die Kultur des Hörens als gesellschaftliches Gut zu wahren und zu fördern. Dazu gehört auch die Integration der Hörgeschädigten. Verwirklicht werden kann der Vereinszweck insbesondere durch die Anregung von Bildungskonzepten und Materialien, die Anregung und Organisation von Veranstaltungsprojekten, Schulungen und Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit, die Förderung und Ausführung von Hör- und Kommunikationsforschung, die Förderung und Produktion von Medienbeiträgen und Publikationen. (Vgl. § 2 der Satzung) Internetpräsenz: www.initiative-hoeren.de
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